Lebkuchenwettbewerb „Hamburger Fassaden“

Hamburger Sehenswürdigkeiten aus Lebkuchen

Es gibt sie auf Kaffeebechern und Kugelschreibern, als Seife, Schneekugel oder Stiftehalter. Die Bäckerlehrlinge der Gewerbeschule 3 haben nun die Elphi und andere Hamburger Sehenswürdigkeiten so geschaffen, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat – als Lebkuchenhäuser.

Die Jury mit den Preisträgern, v.l.n.r.: Jürgen Wünneker, Abteilungsleiter Berufsschule, Camara Djakaridja, Bäckerei Weiß, Said Muhammed Tekin, Schanzenbäckerei, Omid Haidari, Bäckerei Körner, Besim Ameti, Dat Backhus, Vorsitzender Lernortkooperation Bäckerei, Katharina Daube, Bäckerei und Konditorei Daube, Prüfungsvorsitzende Bäckereifachverkauf

Lebkuchenwettbewerb „Hamburger Fassaden“

Zum achten Mal fand am 24. Oktober unser traditioneller Lebkuchenwettbewerb „Hamburger Fassaden“ statt. 13 angehende Bäckerinnen und Bäcker sowie drei Fachpraktikerinnen des Bäckerhandwerks des zweiten Lehrjahrs traten an, um Bauwerke der Stadt aus Lebkuchen nachzubilden. Nachdem bereits die Hafencity, St. Pauli, Altstadt und andere Stadtteile Thema gewesen waren, ging es in diesem Jahr um die touristischen Attraktionen der Stadt: neben der Elbphilharmonie die Fischauktionshalle, das Planetarium, die Deichtorhallen, das Museum für Kunst und Gewerbe, der Mariendom, St. Katharinen, das Islamische Zentrum an der Außenalster und viele andere mehr.

Der erste Preis für die beste Arbeit: die Fischauktionshalle von Said Muhammed Tekin

Preisverleihung

Zur Präsentation und Preisverleihung in der herbstlich geschmückten Aula kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Vertreter von Ausbildungsbetrieben, Familien und Freunde.

Die Jury aus Vertretern der Berufsschule und der Bäckerinnung prämierten das Planetarium von Omid Haidari (3. Preis), die Katharinenkirche von Camara Djakaridja (2. Preis) und die Fischauktionshalle von Said Muhammed Tekin (1. Preis). Das Planetarium gewann zudem den Publikumspreis. Die Preisträger hatten ihre Häuser mit Marzipan, Schokoladen- und Eiweißspitzglasur besonders filigran ausgarniert. Alle anderen Teilnehmenden wurden mit Urkunden und Medaillen für ihre Leistung ausgezeichnet.

 

Der stellvertretende und kommissarische Schulleiter Arne Burmeister lobte in seiner Rede zudem das besondere Engagement der Fachlehrkräfte Michael Werner und Anja Robben, die die Arbeit der Teilnehmenden in den Werkstätten betreuten.

Zweiter Preis für die Ostfassade der Kirche St. Katharinen von Camara Djakaridja

 

Das Planetarium von Omid Haidari wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet und gewann zudem den Publikumspreis

Versteigerung für einen guten Zweck

Nach der Siegerehrung wurden alle Lebkuchenhäuser versteigert. Auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler kam der Erlös dem Kinderschutzhaus Wandsbek zugute. Der Leiter, Herr Weigel, bedankte sich für die großzügige Spende und erläuterte ihren Wert für die Arbeit der Einrichtung.

Für die Azubis bedeutet der Wettbewerb neben dem beruflichen Lernzuwachs und der kreativen Auseinandersetzung mit ihrer Heimatstadt auch die wertvolle Erfahrung, mit ihrer Arbeit etwas Gutes zu bewirken.

Die erste Elphi aus Lebkuchen, hergestellt von Jessica Küster