Vive la France – Konditorenwettbewerb „Goldener Baumkuchen“

Die Preisträgerinnen (v.l.n.r.): Louisa Etheridge, Aileen Seemann und Tonja Oldenburg

Am 25. April fand zum 46. Mal der Leistungswettbewerb „Goldener Baumkuchen“ statt. Er wird in Kooperation mit der Konditoren-Innung ausgetragen und zählt zu den Höhepunkten des Schuljahrs. Insgesamt elf angehende Konditorinnen aus dem zweiten und dritten Lehrjahr nahmen dieses Jahr teil, sie stellten sich den Erwartungen des Publikums und den hohen Anforderungen der Fachjury.

Präsentation der Schaustücke

Am Wettbewerbstag hatten die Teilnehmenden vier Stunden Zeit, um nach eigenen Entwürfen je eine Formtorte herzustellen. Das Thema ist frei wählbar. Da jedoch das Motto für das Gesellenstück dieses Jahr „Vive la France“ lautet, nutzten die Azubis des dritten Lahrjahrs die Gelegenheit zum Üben. Die Gäste, darunter Vertreter der Innung, der Staatlichen Gewerbeschule Gastronomie und Ernährung BS 03 sowie Frau Carmen Szkolaja vom HIBB, konnten bei der Besichtigung der Schaustücke viele französische Symbole entdecken: einen filigranen Eiffelturm aus Schokolade, den Triumphbogen aus Zucker, Madame Pompadour und eine Chanel-Perlenkette aus Fondant, Spatzen aus Marzipan, den gallischen Hahn, Seerosen, Kamelien, Lilien und Weinranken.

Très chic – das Publikum wählte die Chanel-Torte von Greta Renner zu ihrem Favoriten

Preise der Fachjury und Publikumspreis

Den vom Schulverein gesponserten Publikumspreis erhielt Greta Renner aus der Turboklasse BST 61 (Emmas Konditorei) für ihre ganz in Schwarz und Weiß gestaltete, elegante Chanel-Torte.

Um vor der Fachjury zu bestehen, muss man neben Kreativität und Kunstfertigkeit noch weitere Kriterien erfüllen. Bewertet werden Konsistenz und Geschmack der Böden und Füllungen sowie die Beherrschung verschiedener Dekor-Techniken. In der Jury saßen dieses Jahr Daniela Hensen, Mitglied im Gesellensausschuss der Konditoren, Annerose Lillge, Lehramtsstudentin für Konditorei, und Carolin Fütterer, Konditormeisterin und Fachlehrerin an der G3. Sie vergaben den dritten Preis an Tonja Oldenburg (Bäckerei Weiß) aus der BST 61 für ihren Reisekoffer, Platz zwei errang Louisa Etheridge (Konditorei Heyderich, Stade), ebenfalls aus der BST 61, für ihren Triumphbogen, Platz eins belegte Aileen Seemann (Café Reinhardt) aus der Kd 51, die letztes Jahr bereits den Publikumspreis gewonnen hatte. Ihre Kreation trägt den Namen eines der berühmten Seerosenbilder von Claude Monet: „Le Bassin aux nymphéas, harmonie verte“. Die Gewinnerinnen erhielten Geldpreise vom Schulverein, der Sponsor der Veranstaltung, die Firma Sweeter Solutions, spendierte Sachpreise für alle Teilnehmenden.

Zum Dahinschmelzen – La Tour Eiffel auf dem Champ de Mars

Beste Zukunftsaussichten

Innungsobermeister Thomas Horn zeigte sich in seiner Rede beeindruckt vom handwerklichen Können und künstlerisch-kreativem Talent der angehenden Konditorinnen: Kompetenz und Leidenschaft seien beste Voraussetzungen, um die Richtigkeit der Redewendung „Handwerk hat goldenen Boden“ zu bestätigen.

Wie jedes Jahr spendeten die Teilnehmenden ihre Köstlichkeiten an das Rauhe Haus und an Hilfspunkt e.V.

Filigranes Fachwerk, ganz aus Schokoladenspritzglasur
Ich backe meinen Koffer – Dekorteile aus Marzipan und gegossenem Zucker
Stilvoll reisen – die Kutsche der Madame Pompadour