„Ein prägendes Erlebnis“ – 17 Azubis absolvieren dreiwöchiges Praktikum in Israel

 

Vom 17. Februar bis 9. März 2018 reisten 17 Azubis der G3 und der G11 aus den Berufssparten Bäckerei, Konditorei, Küche und Hotelfach für drei Wochen nach Israel. Von der G3 nahmen neben dem begleitenden Fachlehrer Lennard Petersen Kristin Brinkhege (Kd 61), Andrea Heinrich (Bä 61) und Yonas Teame Gebreyowhans (Bä 51) an der Reise teil. Lesen Sie ihre Berichte!

 

Kristin Brinkhege: „Wir waren die ersten zehn Tage in Eilat am Roten Meer. Dort haben die Azubis in den Hotels gearbeitet und zwei Workshops an der Ben Gurion Universität gemacht. Dort fand auch die Jeep- und Cameltour statt. Auf dem Weg nach Tel Aviv haben wir Masada und das Tote Meer besucht.

Die zweite Hälfte der Reise haben wir in Tel Aviv verbracht. Von dort wurden die Touren nach Jerusalem und Nazareth organisiert. Auch die Workshops und die Abschlussveranstaltung fanden in Tel Aviv statt.

 

 

Auf der Reise in Israel habe ich sehr viele schöne Erfahrungen gemacht. Ich habe die Chance bekommen, in der Patisserie eines Hotels in Eilat zu arbeiten, dort neue Produkte und Arbeitsweisen kennenzulernen. Und nicht nur ich, sondern auch die anderen meiner Gruppe wurden sehr herzlich und offen aufgenommen. Die Herzlichkeit der Menschen, die wir kennengelernt haben, ist wirklich beachtenswert. Von Vorurteilen oder Skepsis uns gegenüber haben wir nichts gespürt, sondern wir haben uns sehr wohl gefühlt. Außerdem haben wir an kulturellen Ausflügen teilgenommen und konnten einiges von dem schönen Land Israel erleben. Es ist unglaublich schön dort.

 

Die Wüstentour mit den Jeeps hat mir am besten gefallen und der Besuch in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem, welche architektonisch und natürlich auch bezüglich der Ausstellung bewundernswert ist. Der Besuch dort lässt zum Denken anregen und der Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall, wenn man in Israel ist. Schade, dass das Museum so weit von Deutschland entfernt ist, ich würde mir wünschen, dass mehr Deutsche dieses Museum besuchen könnten.
Foto Yad Vashem

 

Aber das fachliche Programm kam natürlich auch nicht zu kurz und wir hatten lehrreiche Workshops zum Thema Küche und Patisserie.
Das Programm der Reise war unglaublich gut organisiert und man hat gespürt, dass es nicht irgendein Austausch ist, sondern, dass Menschen hinter der Organisation stecken, die Leidenschaft investieren. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön.
Der Abschied fiel schwer und ich denke immer noch sehr oft an die Reise und die Menschen dort zurück. Ich denke wir alle werden noch lange von dieser Reise geprägt sein. Es ist ein riesiges Geschenk gewesen, dass wir dort teilnehmen durften und ich würde es immer wieder machen.“

 

Yonas Teame Gebreyowhans: „Bei meinem Aufenthalt in Israel habe ich acht Tage Praktikum in einem Hotel in Eilat gemacht und elf Tage das Land kennengelernt und verschiedene Workshops gemacht. Ich habe viel Neues erfahren und kennengelernt. Das Hotel in Eilat war sehr, sehr groß mit mehr als 400 Zimmern. Es gab dort drei verschiedene Backstuben, verschiedene Patisserien und Küchen. Viele Lebensmittel dürfen nur getrennt voneinander verarbeitet werden, da es im jüdischen Glauben sehr strengen Regelen bei der Essenszubereitung gibt.

 

 

Die Angestellten haben sehr oft Pause gemacht, viel öfter als bei uns. Wir bekamen alle Mahlzeiten an einem großen Buffet, alle Angestellten durften dort essen. Mir hat es dort gut gefallen.

Die israelische Kultur war für mich auch sehr interessant. Drei Religionen eben dort zusammen: Juden, Christen und Moslems. Der größte Teil des Landes besteht aus Wüste. Die Israelis haben es mit moderner Technologie und viel Arbeit geschafft, dort Obst und Gemüse anzubauen.

 

 

Ich habe viel über die Geschichte Israels gelernt. Wir waren fast vier Stunden im Museum Yad Vashem. Das hat mich sehr beeindruckt.

Wir haben im Toten Meer gebadet und eine Kamel-Safari gemacht. Wir waren in Jerusalem, Nazareth und Tel Aviv, wo wir uns die alten heiligen Stätten aus der Zeit von Jesus angeschaut haben. Das war für mich besonders wichtig.

 

 

Bei einem Empfang im Ministerium haben wir ein Zertifikat als „Sonderbotschafter für Tourismus des Staates Israel“ bekommen. Außerdem dürfen wir jetzt ohne Probleme für mindestens ein halbes Jahr nach Israel reisen und dort arbeiten.

Das war für mich eine reise, die ich nie vergessen werde!“

 

 

Filmtipp

Die ARD hat die Praktikanten in Israel begleitet, hier ist ihre Reportage.

 

 

Deutsch-Israelische Zusammenarbeit

Seit 2016 nimmt die G3 an dem Deutsch-Israelischen Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung teil. Es ist ein Kooperations- und Förderprogramm zwischen dem israelischen Ministerium für Arbeit und Soziales und dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Organisation liegt bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Im Jahr 2016 absolvierte erstmals eine Gruppe israelischer Azubis ein Praktikum in Deutschland und machte dabei auch Station an der G3. Anfang 2017 reiste erstmals eine Gruppe Hamburger Azubis der G3 und G11 nach Israel.