„Magic Miracle – Die Reise ins fantastische Abenteuer“

Eine aufregende Theaterreise geht mit einem glanzvollen Höhepunkt zu Ende.

 

Wir, die Klasse WuV-6/1, eine Klasse der Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung, der BS 09 (ehemals G3), haben über ein Jahr lang am Projekt Tusch teilgenommen. Das Ziel dieses Projekts ist es u. a., Schüler-/innen einen Einblick in die Theaterarbeit zu geben.

Wir haben intensiv mit dem Theaterensemble unseres Projektpartners, dem Theater Klabauter, zusammengearbeitet und am 17.11.2017, gab es eine große Abschlussveranstaltung.

Begonnen hat alles damit, dass Frau Kuper (unsere Deutschlehrerin) uns informiert hat, dass wir an dem Projekt teilnehmen und wir ab sofort Theaterunterricht haben werden. Anfangs waren wir, bis auf wenige, nicht sonderlich begeistert. Wir konnten uns dann aber darauf einigen, dass wir uns eine Fantasiegeschichte ausdenken und inszenieren wollen. Diese war stark an Harry Potter angelehnt, denn die meisten von uns kannten es.

Am Anfang waren alle euphorisch dabei, nach und nach wurde es aber weniger. Wir hatten Probleme, uns zu einigen, fanden unsere Ideen dann doch blöd oder kamen nicht voran, weil mal wieder Schüler-/innen fehlten. Der Schwung war weg. Als die Stimmung auf dem Tiefpunkt war, wollten wir schon alles hinschmeißen. Frau Kuper hat uns dann aber gut zugeredet und wir haben weitergemacht.

Wir haben Ideen entwickelt, uns das Bühnenbild, Geräusche, Musik und Requisiten ausgedacht und uns für Kostüme entschieden. Und wir haben beschlossen, dass unser Publikum während des Stücks Waffeln essen wird und wir Spiele mit freiwilligen Zuschauern spielen wollen.

Als die Berührungspunkte mit dem Klabauter Theater mehr wurden, stieg auch die Motivation wieder. Nach einigen Zusammentreffen zwischen den Klabautern und uns im Theater bildete eine intensive Projektwoche den Abschluss. In dieser Woche waren wir täglich im Klabauter Theater und haben die entwickelten Szenen, wenn nötig, gekürzt und alles immer wieder einstudiert, bis wir unsere Texte auswendig sprechen konnten und das Timing sowie die Übergänge stimmten.

Von Seiten des Theaters gab es viel Hilfe von Dorothee, der Theaterleitung, Florian, dem Mann für Musik und Technik, Mark, dem Lichttechniker, Charlotte beim Nähen der Kostüme und Valentina und Hannah, den zwei Praktikantinnen als Mädchen für alles, die sogar eingekauft und Waffeln gebacken haben. Und hilfreich war es natürlich auch, sich von den professionellen Schauspielern abzugucken, wie sie arbeiten.

Wir mussten feststellen, dass die Arbeit im Theater ganz schön hart ist und besonders viel Konzentration erfordert. Auch hier gab es Stimmungstiefs, da wir nicht zufrieden waren mit unseren Leistungen, den Rückmeldungen und/ oder es an der Teamarbeit scheiterte. Und nachmittags sind wir alle immer ganz schön fertig gewesen.

Die Woche endete dann mit dem Aufführungstag. Und wir haben es dann wirklich geschafft, ein Stück zu zeigen, das richtig gut angekommen ist.

Vormittags durften die Schüler-/innen und Lehrkräfte zur Generalprobe kommen. Es hatten sich über 80 Leute angemeldet. Wir waren sehr aufgeregt. An manchen Stellen war es noch holprig. Aber es war schon mal ein Teilerfolg. Wir haben einen großen Applaus bekommen und viele positive Rückmeldungen.

Nachmittags haben wir einzelne schwierige Stellen dann noch mal geprobt. Abends, als wiederum über 60 Leute (Eltern, Verwandte und Freunde, weitere Lehrer der Schule) kamen, hat alles dann so geklappt, wie es sein sollte. Die Einsätze stimmten und jeder konnte seinen Text. Einige trauten sich sogar, noch kleine Improvisationen einzubauen.

Es war eine intensive Zeit, mit vielen Höhen und Tiefen. Rückblickend betrachtet, möchten wir sie aber nicht missen. Als Klasse hat das Projekt uns näher zueinander gebracht. Wir haben mehr Verständnis füreinander und sehen uns mehr als Team.

Wir hätten sogar Lust, ein neues Stück zu entwickeln, da wir nun wissen, worauf es ankommt. Da das aber nicht geht, haben wir uns überlegt, zumindest mal gemeinsam ins Theater zu gehen.