„Ich bin hier – Hier bin ich“: Schülerinnen und Schüler der AvM dual präsentieren ihre Kunstwerke im Schulgarten

Am 17.7. präsentierten Teilnehmende eines Kunstprojekts der AvM ihre Arbeiten, die dauerhaft im Schulgarten der G3 ausgestellt sein werden. Der erste Teil der feierlichen Eröffnung fand in der Aula statt, wo Sozialsenatorin Dr. Leonhard, die leitende Kunsttherapeutin Jill Cebeli, Schulleiterin Wilma Elsing und Klassenlehrerin Maria Teresa Langona die Besonderheit des Projekts hervorhoben. Dass die Aussage „Ich bin hier“ das Ende sehr weiter Wege markiert, wurde akustisch erfahrbar durch die musikalischen Beiträge des syrischen Trios Spirit of the East und ein Lied, das AvM-Schüler im Wahlpflichtkurs Musik erarbeitet hatten.

Für den zweiten Teil der Veranstaltung begaben sich Gäste und Schulöffentlichkeit in den Schulgarten, wo die installierten Bilder enthüllt wurden und spontan große Bewunderung auslösten.

 

Die Teilnehmenden des Kunstkurses mit Kunstpädagogin Jill Cebeli vor den Skizzen ihrer Werke

Sozialsenatorin Dr. Leonhard zeigt sich in ihrem Grußwort beeindruckt von dem Projekt
Teilnehmende des AvM-Musikkurses singen ein Lied in Fantasiesprache

Nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten

Mit der Dauerausstellung räumt die G3 ihren migrantischen Schülerinnen und Schülern einen festen Platz im öffentlichen Schulleben ein und setzt ein Zeichen für das erfolgreiche Ankommen und die Integration der jungen Menschen in ihrer neuen Lebensumgebung. Hinter dem Kunstprojekt lag das Interesse, den Teilnehmenden Ausdrucksmöglichkeiten zu eröffnen, um sich mit ihrer eigenen Existenz auseinanderzusetzen und ihre persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen auf künstlerische Art zu kommunizieren.

Senatorin Dr. Leonhard enthüllt zusammen mit den Künstlern die Ergebnisse des Kunstprojekts

Künstlerischer Prozess in drei Phasen

Entlang des Arbeitstitels „Ich bin hier – Hier bin ich“ wurden die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der Kunsttherapeutin und -pädagogin Jill Cebeli über ein Schuljahr hinweg durch einen erfahrungsintensiven dreiphasigen Prozess geführt. Zum Einstieg ging es für die Gruppe zunächst darum, anhand verschiedener Methoden wie Malerei, Zeichnung oder Fotografie künstlerische Fähigkeiten zu entdecken und die eigene Wahrnehmung zu schulen. In der zweiten Phase experimentierten die Teilnehmenden mit Zeichencollagen und einzelnen Gestaltungselementen und entwickelten daraus persönliche Themen, die in der dritten, finalen Phase mit Acrylfarbe auf großformatigen Aluverbundplatten ausgearbeitet wurden.

Die entstandenen Bilder erzählen von Kindheit und Flucht, kultureller Identität und Zukunftserwartung. Vieles erscheint rätselhaft, fremd und gerade deshalb faszinierend. Allen Arbeiten gemeinsam ist die große Kunstfertigkeit und Ausdrucksstärke. Wer sich selbst einen Eindruck machen möchte, hat künftig jederzeit die Gelegenheit dazu.