45. Wettbewerb „Goldener Baumkuchen“

Azubis des Konditorenhandwerks präsentieren köstliche Kunstwerke

Die vier Preisträgerinnen 2017: Janine Engelhardt, Jana Hansen, Heike Plön und Aileen Seemann (v.l.n.r.)

An der G3 zählt der Leistungswettbewerb „Goldener Baumkuchen“ zu den Höhepunkten des Schuljahrs. Am 26. April feierte die Veranstaltung, die gemeinsam mit der Konditoren-Innung ausgerichtet wird, ihr 45. Jubiläum. Insgesamt 17 angehende Konditorinnen und Konditoren aus dem zweiten und dritten Lehrjahr nahmen dieses Jahr teil und stellten sich den hohen Anforderungen dieses Wettbewerbs.

Herstellung der Schautorten

Am Wettbewerbstag hatten die Teilnehmenden vier Stunden Zeit, um nach eigenen Entwürfen je eine Formtorte herzustellen. Auch wenn Böden und einzelne Dekor-Elemente bereits vorproduziert werden dürfen, ist die Zeit stets knapp bemessen. Und so herrschte in der Konditorenwerkstatt eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Jeder Handgriff muss sitzen, Fehler kann man sich nicht erlauben. Die Nervosität wurde noch gesteigert durch den Besuch eines NDR-Redakteurs, der für das Hamburg-Journal Filmaufnahmen machte.

Pünktlich um 12 Uhr trat die Fachjury aus Ausbildenden und Lehrkräften an, um die Schautorten zu bewerten. Die Kriterien sind Konsistenz, Geschmack und Aussehen der Böden, Füllungen, Überzüge und Dekor-Elemente sowie Handwerklichkeit und Sauberkeit am Arbeitsplatz.

 

 

Die Preise der Fachjury

Um 14 Uhr kamen Teilnehmende, Schulöffentlichkeit und Gäste in der festlich geschmückten Aula zusammen, um die auf einer langen Tafel präsentierten Schautorten zu begutachten. Bei Kaffee und Kuchen war Gelegenheit zum Fachsimpeln und zum Diskutieren der großen Frage: Welche Torte ist die schönste – die romantischen Hochzeitstorten oder die Märchenmotive, die afrikanischen Ornamente oder die ägyptischen Pyramiden? Angesichts der vielen kreativen Ideen und der hohen Qualität der diesjährigen Beiträge fiel diese Entscheidung nicht leicht, wie auch Schulleiterin Wilma Elsing in ihrer Begrüßungsrede feststellte. Jurorin Tessa Liebelt (Dat Backhus) zeigte sich vor allem von den innovativen Techniken beeindruckt, mit denen die angehenden Konditorinnen und Konditoren dazu beitragen würden, das Konditorenhandwerk weiterzuentwickeln. Dann verkündete Abteilungsleiter Jürgen Wünneker endlich die Preisträger der Fachjury: Den ersten Platz belegte Heike Plön (Nord Event) aus dem dritten Lehrjahr, der zweite Preis ging an Janine Engelhardt (Schmidt&Schmidtchen) aus dem zweiten Lehrjahr. Beide hatten sich das Thema „Universum“ ausgesucht und ihre Schautorten mit galaktischen Weltraum-Motiven aus Marzipan und Zucker dekoriert. Der dritte Preis ging an Jana Hansen (Konditorei Steidl) aus der Turboklasse des zweiten Ausbildungsjahrs mit einer „Harry Potter“-Torte, die mit einem sprechenden Hut aus modellierter Schokolade und dem goldenen Schnatz gekrönt war. Alle Teilnehmenden wurden zudem mit einer Medaille und einer Urkunde für ihre Leistungen geehrt.

Erschöpft, aber glücklich – die 17 Teilnehmenden mit Jurorinnen und Schulleitung

Der Publikumspreis

Erstmals durfte dieses Jahr auch das Publikum einen Preis vergeben. Dieser wurde vom Schulverein gesponsert und bildete einen weiteren spannenden Höhepunkt der Veranstaltung. Würde das Publikum anders bewerten als die Fachjury? Schließlich kann es nur das Aussehen der Torten beurteilen. Tatsächlich ergab die Auszählung der vorbereiteten Stimmzettel einen neuen Favoriten: die Torte von Aileen Seemann aus dem zweiten Lehrjahr (Café Reinhardt), die eine ganz in Türkis und Blau gehaltene „Unterwasserwelt“ mit Meeresmotiven aus gezogenem und gegossenem Zucker kreiert hatte.

Schülerinnen und Schüler der Klasse Vk 52 sorgten für das leibliche Wohl der Gäste

Anerkennung für professionellen Service

Es gehört zu den Traditionen des Wettbewerbs, dass eine Klasse angehender Bäckerei-Fachverkäuferinnen und -Fachverkäufer das Eindecken und Dekorieren der Tische sowie den Service während der Feier übernimmt und so zum Gelingen der Veranstaltung beiträgt. Erstmals gab es dieses Jahr auch dafür eine Ehrung. Die Klasse BäVk 52 wurde mit der Teilnahme an einem Teambildungsseminar belohnt, die ebenfalls der Schulverein finanziert.

Spende an gemeinnützige Organisationen

Wie jedes Jahr spendeten die Teilnehmenden ihre Arbeiten dem Rauhen Haus und Hilfspunkt e.V. Die Stiftung Das Rauhe Haus setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche, Kranke, Behinderte und alte Menschen ein. Der Schwerpunkt des gemeinnützigen Vereins Hilfspunkt liegt in der Unterstützung von Obdachlosen.

Gruppenbild mit Torten: Das Rauhe Haus freut sich über die Spende unserer Schülerinnen und Schüler.